„Ihre Unternehmenswerte sind bedeutungslos, wenn Gemeinden nicht an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden“: Rede von Brown Matloko, Wonderkop/Südafrika, Hauptversammlung von Sibanye-Stillwater 2026

Rede von Brown Matloko, Umwelt- und Community-Aktivist der Organisation HERD (Helping Environment and Resilient Development, www.herdnpc.org) auf der Hauptversammlung 2026 des südafrikanischen Bergbauunternehmens Sibanye-Stillwater

Guten Tag an alle,

vielen Dank für die Möglichkeit, heute zu sprechen.

Es scheint, dass die erklärten Unternehmenswerte — Respekt, Verantwortlichkeit, Engagement und Befähigung — für die betroffenen Gemeinschaften bedeutungslos geworden sind, weil die Gemeinden in der Praxis weiterhin keine echte Beteiligung an Entscheidungen haben, die ihr Leben unmittelbar betreffen.

Seit Jahren bringen die Gemeinden immer wieder dieselben Sorgen und Probleme vor, dennoch trifft Sibanye-Stillwater weiterhin Entscheidungen und reagiert auf Probleme, ohne die Beschwerdeführenden selbst angemessen einzubeziehen. Full article

„BASF vertraut Lieferanten statt unabhängig zu kontrollieren“: Rede von Brown Matloko, Wonderkop/Südafrika, auf der BASF-Hauptversammlung 2026

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

vielen Dank für die Möglichkeit, heute zu sprechen. Zunächst möchte ich sagen, dass ich die Hauptversammlungen der BASF über längere Zeit online verfolgt habe. Ich hielt es jedoch für wichtig, heute persönlich hier zu sein, weil ich zunehmend den Eindruck gewonnen habe, dass die Stimmen und Lebensrealitäten der von Ihren Lieferketten betroffenen Gemeinschaften nicht immer ausreichend gehört werden.

Ich spreche heute nicht als Investor, sondern als jemand aus einer vom Bergbau betroffenen Gemeinschaft – und aus meiner eigenen Lebenserfahrung der vergangenen 37 Jahre heraus. In den letzten drei Jahren habe ich dieselben Probleme immer wieder angesprochen. Full article

Ab wann wird Engagement ohne sinnvolle Veränderungen zur Untätigkeit?“: Rede von Gomotsegang Brown Matloko, Wonderkop Community, auf der BASF-Hautversammlung 2025

Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Ich heiße Gomotsegang Brown Matloko und komme aus der Gemeinde Wonderkop in Marikana. Ich wende mich direkt aus Südafrika an Sie, um die Wirksamkeit – oder besser gesagt, die mangelnde Wirksamkeit – der BASF Maßnahmen zur Einhaltung von Menschenrechten und umweltbezogener Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette zu thematisieren.

Die BASF betont zu Recht ihr Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Beschaffung. Diese Verpflichtungen auf dem Papier sind lobenswert. Der wahre Maßstab für Engagement und Verantwortung sind jedoch nicht Grundsatzpapiere, sondern greifbare Lösungen für aufgezeigte Probleme vor Ort. Bei der Platinumbeschaffung von Sibanye-Stillwater in Südafrika, sehen wir eine erhebliche und anhaltende Kluft zwischen erklärten Absichten und der Realität. Full article

„Es ist an der Zeit, dass BASF anerkennt, dass die Auswirkungen des Massakers von Marikana generationenübergreifend sind“: Rede von Amina Hassan Fundi

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Führungskräfte der BASF,

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein neunjähriges Mädchen, das von seiner liebevollen Familie am Esstisch umgeben ist – Mutter, Vater und der ältere Bruder. Sie erzählen sich Geschichten und lachen, genießen die Gemeinsamkeit.

Dann klingelt das Telefon und durchbricht die Friedlichkeit.

Der Anruf brachte die Nachricht von einem Mann – einem Ehemann, einem Vater und einem hartarbeitenden Angestellten, der zum Dienst gerufen wurde.

Doch anstatt nach Hause zu seiner Familie zurückzukehren, fand sein Leben an jenem Tag ein gewaltsames Ende.

Er wurde ermordet und verbrannte. Full article

„Das Massaker von Marikana hat meine ganze Familie zerstört“: Rede von Ndikho Jokanisi Bomela

Ich bin Ndikho Jokanisi Bomela. Ich war neun Jahre alt, als ich meinen Vater verlor. Ich war neun Jahre alt, als mein Vater beim Massaker von Marikana im Jahr 2012 erschossen wurde. Ich war neun Jahre, als ich ein Waisenkind wurde.

Jetzt bin ich ein Mann. Ich war am entabeni, das ist unser heiliger Berg, auf dem wir Xhosa unsere Initiationsriten abhalten. Aber ich bin aber – vor allem deswegen erwachsen -, weil ich das seit dem Massaker von 2012 sein muss. Meine Mutter starb schon ein Jahr davor, mein Vater war der einzige Anker der Familie – als er getötet wurde, verlor ich diesen Halt. Full article