{"id":2354,"date":"2026-05-21T14:27:26","date_gmt":"2026-05-21T14:27:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.basflonmin.com\/?p=2354"},"modified":"2026-05-21T14:48:18","modified_gmt":"2026-05-21T14:48:18","slug":"basf-trusts-its-suppliers-rather-than-carrying-out-independent-checks-speech-by-brown-matloko-wonderkop-south-africa-at-basf-agm-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.basflonmin.com\/de\/basf-trusts-its-suppliers-rather-than-carrying-out-independent-checks-speech-by-brown-matloko-wonderkop-south-africa-at-basf-agm-2026\/","title":{"rendered":"\u201eBASF vertraut Lieferanten statt unabh\u00e4ngig zu kontrollieren\u201c: Rede von Brown Matloko, Wonderkop\/S\u00fcdafrika, auf der BASF-Hauptversammlung 2026"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_2355\" aria-describedby=\"caption-attachment-2355\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2355\" data-permalink=\"https:\/\/www.basflonmin.com\/de\/basf-trusts-its-suppliers-rather-than-carrying-out-independent-checks-speech-by-brown-matloko-wonderkop-south-africa-at-basf-agm-2026\/brown-matloko-spech-basf-agm-2026-web\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web.jpg\" data-orig-size=\"1600,851\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Brown Matloko Spech BASF AGM 2026 web\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Brown Matloko at the 2026 BASF Annual General Meeting; his speech is delivered in German by Kristina Stier (Bread for the World)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-1024x545.jpg\" class=\" wp-image-2355\" src=\"https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-300x160.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-1024x545.jpg 1024w, https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-1536x817.jpg 1536w, https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web-1200x638.jpg 1200w, https:\/\/www.basflonmin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Brown-Matloko-Spech-BASF-AGM-2026-web.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2355\" class=\"wp-caption-text\">Brown Matloko auf der BASF-Hauptversammlung 2026, seine Rede wird auf Deutsch vorgetragen von Kristina Stier (Brot f\u00fcr die Welt)<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats,<br \/>\nsehr geehrte Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re,<\/p>\n<p>vielen Dank f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, heute zu sprechen. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich sagen, dass ich die Hauptversammlungen der BASF \u00fcber l\u00e4ngere Zeit online verfolgt habe. Ich hielt es jedoch f\u00fcr wichtig, heute pers\u00f6nlich hier zu sein, weil ich zunehmend den Eindruck gewonnen habe, dass die Stimmen und Lebensrealit\u00e4ten der von Ihren Lieferketten betroffenen Gemeinschaften nicht immer ausreichend geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Ich spreche heute nicht als Investor, sondern als jemand aus einer vom Bergbau betroffenen Gemeinschaft \u2013 und aus meiner eigenen Lebenserfahrung der vergangenen 37 Jahre heraus. In den letzten drei Jahren habe ich dieselben Probleme immer wieder angesprochen. Auf den Hauptversammlungen 2024 und 2025 informierte mein \u00dcbersetzer Sie \u00fcber Luftverschmutzung, Wasserkontamination und unsichere Abraumlagerst\u00e4tten rund um meine Gemeinde Wonderkop, und ich habe auch die Beschwerdemechanismen genutzt. Doch heute, im Jahr 2026, bestehen dieselben Probleme weiterhin. Ihr direkter Gesch\u00e4ftspartner und Platinlieferant Sibanye-Stillwater ist unmittelbar verantwortlich f\u00fcr diese negativen Auswirkungen seiner Bergbauaktivit\u00e4ten, war jedoch nicht bereit, angemessen auf die Sorgen meiner Gemeinde zu reagieren.<\/p>\n<p>Wir sind au\u00dferdem 2024 nach Berlin gereist, um direkt mit BASF in den Dialog zu treten.<\/p>\n<p>Auf Ihrer Hauptversammlung 2025 habe ich die Diskrepanz zwischen den Verpflichtungen von BASF und der gelebten Realit\u00e4t angesprochen, einschlie\u00dflich des Versagens der Beschwerdemechanismen. Doch heute, im Jahr 2026, bestehen dieselben Probleme weiterhin.<\/p>\n<p>Meine Sorge betrifft heute \u2013 wie zuvor \u2013 die Risiken in der Lieferkette von BASF in Wonderkop innerhalb der gr\u00f6\u00dferen Region Marikana.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte respektvoll darauf hinweisen, dass in vielen Diskussionen h\u00e4ufig allgemein auf \u201eMarikana\u201c verwiesen wird, w\u00e4hrend Gemeinden wie Wonderkop \u2013 etwa f\u00fcnf Kilometer \u00f6stlich der Stadt Marikana gelegen und in sehr unmittelbarer N\u00e4he, teilweise weniger als einen Kilometer, zur Bergbauinfrastruktur \u2013 nicht immer ausdr\u00fccklich benannt werden. Dadurch k\u00f6nnen die direkte Betroffenheit und die Lebensrealit\u00e4ten jener Gemeinschaften \u00fcbersehen werden, die am st\u00e4rksten betroffen sind.<\/p>\n<p>Diese Region steht vor einem kritischen \u00dcbergang. Die Lebensdauer mehrerer Minensch\u00e4chte n\u00e4hert sich ihrem Ende \u2013 darunter auch Anlagen wie der Rowland Shaft \u2013 und dies wirft wichtige Fragen dar\u00fcber auf, was der Gemeinschaft bleiben wird, wenn die Bergbauaktivit\u00e4ten eingestellt werden.<\/p>\n<p>Im Laufe der Zeit hat die Gemeinschaft wiederholt Bedenken hinsichtlich der Umweltbedingungen ge\u00e4u\u00dfert. Dazu geh\u00f6ren das Management von Abraumhalden, Wasserverschmutzung in B\u00e4chen und im Grundwasser sowie Auswirkungen auf Viehzucht, Landwirtschaft und Wasserlebewesen.<\/p>\n<p>Ebenso wachsen die Sorgen \u00fcber die Luftqualit\u00e4t. In Gemeinden in der N\u00e4he von Abraumhalden und Schmelzanlagen f\u00fcr Platingruppenmetalle sind Menschen t\u00e4glich Staub und Emissionen ausgesetzt. Technisch betrachtet umfasst dies Feinstaubpartikel wie PM10 und kleinere Partikel wie PM2.5 sowie Gase wie Schwefeldioxid (SO\u2082) und m\u00f6glicherweise Spuren von Schwermetallen.<\/p>\n<p>Besonders besorgniserregend sind PM2.5-Partikel, da sie klein genug sind, um tief in die Lunge eingeatmet zu werden und in den Blutkreislauf zu gelangen, wodurch sie im Laufe der Zeit lebenswichtige Organe wie Lunge und Herz beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Gemeinschaften bedeutet dies allt\u00e4gliche Sorgen um langfristige Gesundheit und Wohlbefinden: das Einatmen von Luft, die sich m\u00f6glicherweise nicht sauber anf\u00fchlt, die Sorge um langfristige gesundheitliche Folgen und das Fehlen klarer Informationen \u00fcber das tats\u00e4chliche Risiko oder M\u00f6glichkeiten, die Belastung zu reduzieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erhalten Besch\u00e4ftigte innerhalb der Bergbaubetriebe, etwa bei Sibanye-Stillwater, pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung zum Umgang mit berufsbedingter Belastung. Dadurch entsteht eine sichtbare Ungleichheit, denn die umliegenden Gemeinden, die m\u00f6glicherweise \u00e4hnlichen Umweltbelastungen ausgesetzt sind, haben weder Zugang zu vergleichbarem Schutz noch zu klaren Informationen oder Anleitungen.<\/p>\n<p>Es bestehen zudem Bedenken hinsichtlich Konsultation und sinnvoller Beteiligung. Zwar m\u00f6gen formelle Beteiligungsstrukturen existieren, doch viele Gemeindemitglieder haben das Gef\u00fchl, dass ihre Sorgen nicht wirklich in Entscheidungen oder Ergebnisse einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Es gab au\u00dferdem tragische Vorf\u00e4lle im Zusammenhang mit Abraumhalden, darunter Todesf\u00e4lle wie das Ertrinken eines Kindes, die die Schwere dieser Risiken und die Bedeutung von Pr\u00e4vention verdeutlichen.<\/p>\n<p>Die Probleme mit den Abraumd\u00e4mmen sind keine Einzelf\u00e4lle. Sie treten fortlaufend und wiederkehrend auf.<\/p>\n<p>Es kommt immer wieder zu Lecks, \u00dcberl\u00e4ufen, Einleitungen von Abwasser und sichtbaren strukturellen Problemen bei alternden Abraum-Infrastrukturen in der N\u00e4he von Wohngebieten rund um Marikana. Dies sind keine theoretischen Sorgen. Sie stellen eine andauernde und konkrete Gefahr f\u00fcr die dort lebenden Menschen dar.<\/p>\n<p>Ein aktueller Vorfall im M\u00e4rz 2026 am Karee-Standort verdeutlicht dies besonders. W\u00e4hrend Reparaturarbeiten an einer bereits gerissenen Struktur eines Abraumdamms, der nur etwa zwei Kilometer von nahegelegenen Siedlungen entfernt liegt, blieb ein Bagger im instabilen Schlamm stecken. Allein die sichtbaren Risse zeigen den alarmierenden Zustand der Infrastruktur. Im Falle eines gr\u00f6\u00dferen strukturellen Versagens w\u00e4ren die in unmittelbarer N\u00e4he lebenden Gemeinden potenziell verheerenden Folgen ausgesetzt.<\/p>\n<p>Der Abraumdamm Nr. 5 galt als stillgelegt, und wir haben k\u00fcrzlich erfahren, dass er ohne Konsultation der betroffenen Gemeinden wieder in Betrieb genommen wurde. Die Abraumhalde Nr. 5 ist nicht vollst\u00e4ndig gesichert und befindet sich nur 800 Meter von der Gemeinde Middlekraal und zwei Kilometer von Wonderkop entfernt.<\/p>\n<p>Am 24. April 2026 ert\u00f6nte um f\u00fcnf Uhr morgens eine Sirene an der Abraumhalde Nr. 6. Der Alarm dauerte so lange an, dass ich von meinem Zuhause zur Abraumhalde Nr. 6 fahren konnte und dort feststellte, dass der Alarm weiterhin aktiv war.<\/p>\n<p>Die Gemeinde geriet in Panik, doch es gab keinerlei Kommunikation. Am Tag zuvor war der R\u00fcckhaltewasserdamm \u00fcbergelaufen, was darauf hindeutet, dass der R\u00fcckhaltewasserdamm seine vorgesehene Kapazit\u00e4t oder Belastungsgrenze erreicht hatte.<\/p>\n<p>Welchen Zweck hat ein Notfallsystem, wenn die gef\u00e4hrdeten Menschen nicht informiert werden?<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte ich auf die Rolle unabh\u00e4ngiger Standards eingehen. Es ist bekannt, dass Unternehmen wie BASF sich auf Rahmenwerke wie die Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA), die International Organization for Standardization (ISO) und den Global Industry Standard on Tailings Management (GISTM) st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Eines der zentralen Prinzipien des GISTM ist die kontinuierliche Einbindung betroffener Gemeinden, insbesondere wenn Ver\u00e4nderungen an Abraumhalden vorgenommen werden \u2013 sei es technischer, betrieblicher oder baulicher Art w\u00e4hrend des gesamten Lebenszyklus der Anlage.<\/p>\n<p>Aus unserer Beobachtung vor Ort gibt es jedoch F\u00e4lle, in denen \u00c4nderungen umgesetzt werden, ohne dass die Gemeinden zuvor informiert oder einbezogen wurden. So hat etwa die Installation von Spr\u00fchsystemen, die Wasser aus der Abraumhalde Nr. 6 in die Atmosph\u00e4re freisetzen, innerhalb der Gemeinschaft Fragen aufgeworfen \u2013 insbesondere dort, wo es kaum Informationen \u00fcber Zweck oder m\u00f6gliche Auswirkungen gab.<\/p>\n<p>In Berlin wurde uns 2024 mitgeteilt, dass der R\u00fcckhaltewasserdamm der TD6 stillgelegt werden w\u00fcrde. Stattdessen wurde er ohne Konsultation umgenutzt.<\/p>\n<p>Im Juli 2025 teilte BASF Informationen mit, die nicht mit den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten vor Ort \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>BASF scheint sich auf Angaben seiner Lieferanten zu verlassen, ohne diese unabh\u00e4ngig zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Dies verst\u00e4rkt die grunds\u00e4tzliche Sorge \u00fcber die Diskrepanz zwischen dem, was durch Audits und Standards berichtet wird, und dem, was die Gemeinschaften im Alltag tats\u00e4chlich erleben.<\/p>\n<p>Wir haben \u00e4hnliche langfristige Probleme in Regionen wie Stilfontein gesehen, wo Gemeinden nach der Schlie\u00dfung von Minen weiterhin unter wirtschaftlicher Not, Umweltzerst\u00f6rung und Sicherheitsproblemen leiden.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte au\u00dferdem eine allgemeinere Beobachtung zu Entwicklungsinitiativen in der Region ansprechen. Es gibt Projekte und Ma\u00dfnahmen, die als Beitrag zur lokalen wirtschaftlichen Entwicklung und zur Zeit nach dem Bergbau dargestellt werden. Diese Initiativen werden zwar begr\u00fc\u00dft, doch innerhalb der Gemeinschaft besteht teilweise die Wahrnehmung, dass ihre Vorteile und Beteiligungsm\u00f6glichkeiten nicht immer breit zug\u00e4nglich sind. Manche Gemeindemitglieder haben das Gef\u00fchl, vor allem Teilnehmer oder Arbeitskr\u00e4fte zu sein, anstatt echte Mitverantwortung oder langfristige Nachhaltigkeit in diesen Projekten zu erfahren.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt zu Unsicherheit dar\u00fcber, ob solche Ma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich zu dauerhafter, gemeinschaftsgetragener wirtschaftlicher Resilienz \u00fcber die Lebensdauer des Bergbaus hinaus f\u00fchren werden.<\/p>\n<p>Die Gemeinde Wonderkop bleibt weitgehend von Umweltmonitoring- und Sanierungsprozessen ausgeschlossen. Wenn Sorgen ge\u00e4u\u00dfert werden, werden typischerweise externe Berater beauftragt, ohne lokale Beteiligung einzubeziehen.<\/p>\n<p>Die Einbindung der Gemeinschaft w\u00fcrde Nachhaltigkeit, Transparenz, wirtschaftliche Chancen und langfristige Stabilit\u00e4t st\u00e4rken. Daher wird BASF aufgefordert, Beteiligungsmechanismen f\u00fcr Gemeinden in die \u00dcberwachung seiner Lieferanten einzubeziehen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund m\u00f6chte ich folgende Fragen stellen:<\/p>\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie stellt BASF sicher, dass Informationen aus Audits und Standards \u2013 einschlie\u00dflich IRMA, ISO und GISTM \u2013 unabh\u00e4ngig mit den tats\u00e4chlichen Bedingungen vor Ort abgeglichen werden, insbesondere wenn die Erfahrungen der Gemeinden auf eine andere Realit\u00e4t hindeuten?<\/li>\n<li>Wie stellt BASF sicher, dass zentrale Prinzipien wie eine sinnvolle Beteiligung der Gemeinden, insbesondere bei Ver\u00e4nderungen an Abraumhalden, in der Praxis konsequent umgesetzt werden?<\/li>\n<li>Und da sich die Bergbauaktivit\u00e4ten ihrem Ende n\u00e4hern: Welche Rolle sieht BASF f\u00fcr sich selbst dabei, sicherzustellen, dass Gemeinden wie Wonderkop, die sich in unmittelbarer N\u00e4he zu Bergbauaktivit\u00e4ten befinden, nicht mit langfristigen Umwelt-, Wirtschafts- und Sicherheitsproblemen zur\u00fcckgelassen werden, wie sie in Stilfontein beobachtet wurden?<\/li>\n<li>Wie kooperiert BASF mit den laufenden Untersuchungen des Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Zusammenhang mit der Beschwerde gegen Sibanye-Stillwater, und welche konkreten Dokumente, Risikoanalysen oder Abhilfema\u00dfnahmen hat BASF der Beh\u00f6rde bislang vorgelegt?<\/li>\n<li>Hat BASF infolge der BAFA-Beschwerde und der Untersuchung M\u00e4ngel oder Vers\u00e4umnisse in den eigenen menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltsprozessen festgestellt? Wenn ja, welche konkreten M\u00e4ngel?<\/li>\n<li>Welche unmittelbaren und konkreten Ma\u00dfnahmen hat BASF von Sibanye-Stillwater hinsichtlich der wiederkehrenden Lecks, \u00dcberl\u00e4ufe, Abwassereinleitungen und strukturellen M\u00e4ngel an Abraumd\u00e4mmen und Auffangbecken nahe der Gemeinden um Marikana eingefordert?<\/li>\n<li>\u00dcberpr\u00fcft BASF die strukturelle Integrit\u00e4t und Sicherheit der Abraumd\u00e4mme in seiner Platinlieferkette unabh\u00e4ngig, oder verl\u00e4sst sich das Unternehmen ausschlie\u00dflich auf Informationen und Audits, die von den Bergbauunternehmen selbst kontrolliert werden?<\/li>\n<li>Welche konkreten Untersuchungen, unabh\u00e4ngigen Inspektionen oder Notfallma\u00dfnahmen zur Risikominderung wurden nach dem Vorfall am Karee-Abraumdamm im M\u00e4rz 2026 von BASF eingeleitet oder von Sibanye-Stillwater verlangt?<\/li>\n<li>H\u00e4lt BASF die derzeitigen Beschwerdemechanismen und Auditsysteme bei Sibanye-Stillwater trotz des anhaltenden Misstrauens der Gemeinden f\u00fcr wirksam und vertrauensw\u00fcrdig?<\/li>\n<li>Wird BASF sich verpflichten, die vollst\u00e4ndigen Ergebnisse des laufenden IRMA-Auditprozesses zu Sibanye-Stillwater \u00f6ffentlich offenzulegen, einschlie\u00dflich aller festgestellten Nichtkonformit\u00e4ten, Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne und Zeitpl\u00e4ne f\u00fcr deren Umsetzung?<\/li>\n<li>Welche Konsequenzen wird BASF ziehen, falls Sibanye-Stillwater innerhalb eines klar definierten Zeitrahmens keine nachweisbaren Verbesserungen hinsichtlich Umweltsicherheit, Verpflichtungen aus Sozial- und Arbeitspl\u00e4nen sowie dem Schutz der umliegenden Gemeinden umsetzt?<\/li>\n<li>Wie gestaltet sich die derzeitige und geplante zuk\u00fcnftige Gesch\u00e4ftsbeziehung von BASF zu Sibanye-Stillwater, einschlie\u00dflich Beschaffungsmengen, Beschaffungswert und zuk\u00fcnftiger Bezugspl\u00e4ne f\u00fcr Metalle der Platingruppe?<\/li>\n<li>Erkennt BASF eine historische Verantwortung gegen\u00fcber Gemeinden an, die durch jahrzehntelange Bergbauaktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit der Platinlieferkette von BASF betroffen sind? Wenn ja, wie zeigt sich dies konkret in Sanierungsma\u00dfnahmen, langfristigem Monitoring und Unterst\u00fctzung der Gemeinden?<\/li>\n<li>Wird BASF angesichts der laufenden BAFA-Untersuchung eine unabh\u00e4ngige externe \u00dcberpr\u00fcfung der Wirksamkeit ihres gesamten menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltssystems f\u00fcr Hochrisiko-Rohstofflieferketten in Auftrag geben?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich spreche diese Punkte mit der Absicht an, konstruktiv zu einem besseren Verst\u00e4ndnis dar\u00fcber beizutragen, wie sich Richtlinien und Unternehmensstandards tats\u00e4chlich auf die Lebensrealit\u00e4t von Gemeinschaften wie der unseren auswirken.<\/p>\n<p>Vielen Dank.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re, vielen Dank f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, heute zu sprechen. 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