{"id":1888,"date":"2020-05-16T16:26:52","date_gmt":"2020-05-16T16:26:52","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress-ploughbackthefruits.p51238.webspaceconfig.de\/?page_id=1888"},"modified":"2020-05-16T16:26:52","modified_gmt":"2020-05-16T16:26:52","slug":"goals-and-demands","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.basflonmin.com\/de\/goals-and-demands\/","title":{"rendered":"Ziele und Forderungen"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h3>Kampagnenziele<\/h3>\n<p>Angesichts der \u00f6konomisch immer st\u00e4rkeren Vernetzungen \u00fcber weite Distanzen hinweg haben sich in den letzten Jahren zunehmend international anerkannte Standards und ethische Richtlinien etabliert, die globale Arbeitsbedingungen und transnationale Handelsbeziehungen gerecht(er) gestalten wollen. BASF verpflichtet sich als Gr\u00fcndungsmitglied von UN Global Compact zu sogenannter \u201eLieferkettenverantwortung\u201c, die die Erf\u00fcllung hoher arbeits- und menschenrechtlicher Standards auch von den jeweiligen Lieferanten garantiert. <strong>Plough back the fruits<\/strong> hat es sich zur Aufgabe gemacht, hinter die Kulissen der Eigendarstellung von BASF zu blicken und das Unternehmen zur Einhaltung der formulierten Standards zu bewegen.<\/p>\n<p>Die Kampagne konfrontiert sowohl LONMIN als auch BASF mit den Realit\u00e4ten der Arbeits- und Lebensbedingungen in Marikana und den umliegenden Bergbaugebieten in S\u00fcdafrika, die unmittelbarer Ausgangspunkt des Streiks von 2012 waren und zum Massaker gef\u00fchrt haben. <strong>Plough back the fruits<\/strong> fordert beide Unternehmen auf, unverz\u00fcglich und in konkreter und strukturell nachhaltiger Form zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen beizutragen sowie einen Beitrag zu einem Solidarit\u00e4tsfonds f\u00fcr die durch das Massaker gesch\u00e4digten Personengruppen zu leisten. Im Zentrum der Kampagne steht eine einfache Frage: Wie und warum ist es m\u00f6glich, dass jene ArbeiterInnen, die eines der wertvollsten Metalle der Welt aus dem Boden holen, weiterhin unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen arbeiten und leben m\u00fcssen?<\/p>\n<h3>Forderungen der Kampagne<\/h3>\n<ul>\n<li>BASF soll einen Beitrag von mindestens 25 Millionen Euro zu einem Solidarit\u00e4tsfonds f\u00fcr die Familien der beim Massaker von Marikana get\u00f6teten, verwundeten und zu Unrecht verhafteten Minenarbeiter leisten. Damit soll den Betroffenen in ihrer akuten finanziellen Notlage geholfen werden. Dar\u00fcber hinaus soll ein Beitrag f\u00fcr eine Gedenkst\u00e4tte und einen Capacity Building Fund geleistet werden.<\/li>\n<li>BASF soll auf konkreter, nachhaltiger, transparenter und kontrollierbarer Ebene zu Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen der MinenarbeiterInnen und der Bev\u00f6lkerung vor Ort beitragen, etwa \u00fcber die Leistung von Infrastrukturabgaben je eingekaufter Platinunze.<\/li>\n<li>BASF soll den Druck auf LONMIN erh\u00f6hen, die gesetzlich vorgeschriebenen Standards einzuhalten und umzusetzen, wie sie etwa im social labour plan umschrieben werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Kampagne will zugleich am Beispiel der Gesch\u00e4ftsbeziehungen von BASF und LONMIN die Notwendigkeit von rechtlich bindenden und durch unabh\u00e4ngige Instanzen kontrollierbaren Richtlinien f\u00fcr eine Lieferkettenverantwortung verdeutlichen. Es zeigt sich, dass freiwillige Lieferkettenverantwortung das Image transnationaler Unternehmen verbessert, nicht jedoch zwingend die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiterklasse im Globalen S\u00fcden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kampagnenziele Angesichts der \u00f6konomisch immer st\u00e4rkeren Vernetzungen \u00fcber weite Distanzen hinweg haben sich in den letzten Jahren zunehmend international anerkannte Standards und ethische Richtlinien etabliert, die globale Arbeitsbedingungen und transnationale Handelsbeziehungen gerecht(er) gestalten wollen. 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